Kaiser Elagabal

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Die alten Geschichtsschreiber haben aus Kaiser Elagabal (218–222) eine der unterhaltsamsten Figuren der römischen Geschichte gemacht.

Er soll sich als Frau verkleidet haben, Beamte nach Penisgröße ausgewählt und Ärzten ein Vermögen geboten haben, wenn sie ihm eine Vagina operieren.

-An die Macht kam der 14-jährige Jüngling durch eine Intrige seiner Großmutter Julia Maesa.

Elagabal war Priester eines Gottes, der angeblich in einem schwarzen Stein in der Stadt Emesa lebte. Diesen Stein schleppte er nach Rom und wollte ihn zum obersten Gott des Reiches machen. Jupiter sollte weichen.Was man sonst noch über ihn erzählte:

-Er trug Seidenkleider, Schminke und Perücken, ließ sich vollständig enthaaren und schmückte seine Schuhe mit Edelsteinen. Der normale Römer lief in der Toga herum.

-Elagabal wollte „Dame“, „Herrin“ oder „Kaiserin“ genannt werden. Die Historiker legen ihm den Satz in den Mund: „Nenne mich nicht Herr, ich bin eine Dame.

-Er soll den Wagenlenker Hierocles geheiratet haben, einen ehemaligen Sklaven. Von ihm ließ er sich schlagen und als Frau behandeln. Beim Sex spielte er den passiven Part.

-Einen anderen Mann, Aurelius Zoticus, holte er extra wegen der Größe seines Glieds nach Rom.Dazu kommen die Klassiker: Heirat mit einer Vestalin, Rosenregen bei einem Festmahl, unter dem Gäste erstickt sein sollen, und zahme Löwen, die er zur Unterhaltung auf die Gäste losließ.Nach vier Jahren hatten die Prätorianer genug. Sie töteten den 18-jährigen Kaiser und warfen ihn in den Tiber. Seine Großmutter hatte den nächsten Jungen bereits in Position gebracht.

Ob davon viel stimmt, ist unklar. Die Quellen hassten ihn. Unterhaltsam war die Geschichte trotzdem.