Fakten über die Hexenverfolgungen

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-Die seriöse Forschung schätzt 40.000 bis 60.000 Hinrichtungen in ganz Europa (ca. 1450–1750).

Die „Millionen“, die vor allem in feministischen und esoterischen Kreisen kursieren, sind historisch unmöglich und widerlegt.

-Die Verfolgungen fanden nicht im Mittelalter, sondern in der Frühen Neuzeit statt. In dieser Zeit fiel die Kleine Eiszeit, die Ernten verschlechterten sich massiv. Die Menschen suchten Schuldige und fanden sie vor allem bei Außenseitern:

-Menschen, die aneckten oder als „schwierig“ galten -Arme ohne Schutz und Netzwerke -Personen, die das Pech hatten, den Falschen zu verärgern und denunziert zu werden -Viele, oft sogar die meisten Denunziationen kamen von Frauen selbst. Die Anschuldigungen entstanden häufig aus Nachbarschaftsstreitigkeiten, Neid und alltäglichen Konflikten zwischen Frauen – nicht aus einer gezielten Männer- oder Kirchenkampagne.

-Die Kirche hat nie speziell Heiler oder Mediziner gejagt. Hätte sie das getan, hätte sie auch die galenische Vier-Säfte-Lehre (damals medizinischer Mainstream) verfolgen müssen – hat sie aber nicht.

-Die Kirche war nicht der Haupttreiber. In vielen Fällen eher widerwilliger oder passiver Mitspieler. Es gab zahlreiche Priester und Theologen, die sich den Verfolgungen aktiv widersetzten. -Das absolute Zentrum lag in Mitteleuropa (vor allem im Heiligen Römischen Reich). Ca. 75–80 % der Opfer waren Frauen – nicht primär, weil die Kirche oder die Gesellschaft dachte „Frauen sind schlecht, töten wir sie“, sondern weil arme Witwen und alleinstehende Frauen ohne männlichen Schutz die leichtesten und wehrlosesten Ziele darstellten.